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Jahreshauptversammlung 2005

Die Jahreshauptversammlung (JHV) 2005 fand am 1. Mai 2005 in der Pfarrscheune in 97491 Nassach, einem idyllischen Ort in Unterfranken/Nordbayern, statt.

Neben dem Tätigkeitsbericht des Vorstandes und dem Bericht der Kassenprüfer war die Wahl eines neuen Vorstandes - die erste "Legislaturperiode" von zwei Jahren war abgelaufen - ein wichtiger Tagesordnungspunkt dieser JHV. Die bisher gewählten Vorstandsmitglieder wurden bestätigt, außerdem wurde der Vorstand durch eine zuvor durchgeführte Satzungänderung personell erweitert. Lothar Leykauf wurde als neues Mitglied in den Vorstand gewählt.

Der Termin der JHV wurde jedoch nicht nur für diesen Anlass genutzt. Am Samstag, dem 30. April besuchten die ToyRunner die Schule zur individuellen Lebensbewältigung der Lebenshilfe e.V. am Steigpfad 4 in 97437 Sylbach. An die 35 Motorräder fuhren um 13:30 Uhr auf den Hof der Einrichtung. Und die Augen der behinderten Schülerinnen und Schüler wurden noch größer, als die Motorradfahrer ihre Mitbringsel auspackten. Vom Boxsack bis zum Schaukelboxer aus Holz, vom Puzzlespiel bis zum Formel1-Modellauto über Kuscheltiere und Fußbälle, was es da nicht alles zu sehen gab. Aber am interessantesten waren eindeutig die Motorräder.

Mit kurzen Worten begrüßte Herr Rosatti, Vorstandsmitglied der Lebenshilfe, die zahlreich erschienenen BMW-Fahrer. Der Erste Vorsitzende des ToyRun4Kids e.V., Hans-Jörg Milse bedankte sich im Namen aller und überreichte neben den Spielzeug-Geschenken einen Scheck über 1.500 EUR. Dieses Geld soll dazu verwendet werden, mit den Schülern der Einrichtung ein Bundesliga-Fußballspiel zu besuchen. Dabei werden sie von Mitgliedern des ToyRun 4Kids e.V. begleitet.

Dies verdeutlicht auch den eigentlichen Zweck eines solchen ToyRuns: Zeit zu schenken. Zeit, die man mit den behinderten Menschen verbringt. So wurden bald, nachdem der vorbereitete Kaffee und Kuchen verzehrt war, wieder die Motorräder umringt. Nach den ersten vorsichtigen Kontakten mit den großen Maschinen wurden die Kinder und Jugendlichen immer neugieriger und vertrauter. "Wie schnell geht Dein Motorrad?", "Kannst Du damit auch im Regen fahren?", "Warum hast Du da so viele Lichter drauf?" und viele Fragen mehr wollten beantwortet werden.

Draufsetzen, natürlich! Starten und am Gasgriff drehen! Oh Mann, war das aufregend. Und als Lothar Leykauf dann auch noch die mitgebrachten Helme auspackte, kannte die Freude keine Grenzen mehr. Die beiden Gespanne von Petra und Volker Wolf waren die ersten, die mit ihren Passagieren auf die kleine Rundfahrt gingen.

Aber auch die Solomaschinen hatten bald ihre ersten Fahrgäste gefunden. Manuel durfte sogar auf Heikes Scarver quasi als "Selbstfahrer" eine Runde drehen.

Seine Großmutter versicherte hinterher, dass damit ein Traum für ihn in Erfüllung gegangen war.

Immer und immer wieder war zu hören: "Darf ich mit Dir fahren?" Und immer und immer wieder lautete die Antwort ganz selbstverständlich: "Ja, gerne!" Runde um Runde wurde gedreht, das Leuchten in den Augen verblasste nicht und auch die Augen der Fahrer und der Eltern strahlten an diesem heißen Tag mit der Sonne um die Wette.

Und so kam das Ende der Veranstaltung wie immer viel zu schnell. Eine letzte Runde, alle Motorräder stellten sich zur Abfahrt auf und winkten zurück und wurden von begeistert winkenden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen verabschiedet.

Es waren leider wieder einmal nur wenige, aber dafür unvergessliche Stunden. Sven, der Herzensbrecher, Sascha, der begeistert alle technischen Details wissen wollte und all die anderen: wie könnten wir euch je vergessen? An diesem Nachmittag wurde einmal mehr allen Teilnehmern bewusst, was es bedeutet, ein Lächeln auf Gesichter zaubern zu können.

Achim Pöttgen