Advent bei der Gruppe „Martin“ in Olpe
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Laut Lexikon: Ankunft, Erscheinung, Beginn des Christlichen Jahreskreises, Vorbereitung auf Weihnachten.
Weihnachten, seit Lebkuchen im Spätsommer in den Regalen steht, „Last Christmas“ von Wham regelmäßig an Weihnachten zuckersüß aufgekocht wird und der 1946 gedrehte Film „It's a Wonderful Life“ mit einem großartigem James Stewart seine x-te Wiederholung erfährt habe ich mich von diesem Trubel verabschiedet.
Weihnachten hatte für mich seinen Charme verloren und war zu einem Fest der sozial verträglichen Floskeln, Fressbuden überladenen Weihnachtsmärkte und nahezu zwanghaftem Konsumdenken mutiert. Hätte mir jemand erzählt, das ich mich einmal freiwillig als Nikolaus kostümiere … nun viel mehr als ein ungläubiges Lächeln hätte er nicht erhalten.
Die ToyRunner haben mir an diesem 2. Dezember die Freude auf das Weihnachtsfest zurückgegeben. Nun zum dritten Mal dürfen wir Gäste bei der Adventsfeier der Gruppe Martin sein. Zusammen mit den „Rebellen Essen“, einem Fanclub des Fußballvereins Rot-Weiß Essen haben wir den kleinen Wunschzettel der Kinder „abgearbeitet“ und unter anderem den gewünschten Bollerwagen gebaut, sowie Spielzeug und eine Puppe mit langen Haaren, welche sich Marina sehnlichst gewünscht hat.
“Wo ist das Geschenk?“ Eine Frage, die ich früher häufig als erstes hören konnte, noch bevor die lieben Kleinen den Gast auch nur halbwegs begrüßt haben. Nicht so die Kinder der Gruppe Martin, aufrichtige Freude spricht aus den Augen von Vienna als sie mich sieht und mir Sekunden später um den Hals fällt. Vienna ist das älteste Mädchen, der zur Zeit siebenköpfigen Gruppe und für die kleineren Kinder wie eine große Schwester. Maurice, knapp drei Jahre alt und im Moment Kleinster in der Gruppe Martin, hat Raphael, mit etwas über 2m Größter unserer Gruppe, schon vor einiger Zeit ins Herz geschlossen. Die Verbundenheit zwischen diesen Beiden liegt spürbar im Raum. Maurice ist im Frühjahr ins Josefshaus gekommen. Mit etwas über zwei Jahren konnte er weder seine ersten Schritte gehen, noch kannte er feste Nahrung, auf Ansprache reagierte er ängstlich und war völlig unterernährt.
Mit diesem Wissen erleben zu können wie Maurice mit Raphael Bollerwagen fährt und die beiden gemeinsam auf dem Sofa „abhängen“ zeigt mir das unsere Zeit, mit welcher wir die Gruppe Martin unterstützen, sinnvoll investiert ist!
DANKE an alle engagierten Menschen, die uns geholfen haben, diese Unterstützung möglich zu machen!
Jörg















