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Kanutour Kinderschutzbund Gütersloh 2012

Eine häufig gestellte Frage: Warum unterstützt Ihr gerade diese Einrichtung?

Unser Schwerpunkt liegt auf der Unterstützung von Kinderhospizen, ich denke hier erübrig sich jede Frage. Wenn Eltern für Ihr Kind eine lebenslimitierende Diagnose erhalten, ändert sich alles! Es reißt einem den Boden unter den Füssen weg, ist Teil unseres Engagements hier die Hand zu reichen und aktiv zu helfen.

Darüber hinaus gibt es Situationen, wie Krankheit, Arbeitslosigkeit und Scheidung im Leben eines jeden Menschen, in der es notwendig ist Freunde an seiner Seite zu haben oder auch professionelle Hilfe anzunehmen.

Der Kinderschutzbund Gütersloh leistet diese Hilfe auf vielfältige Art, wir haben uns schon vor Jahren entschlossen hier zur Seite zustehen. Hilfe kann viele Gesichter haben, diesmal bestand unsere Hilfe in einem Tag ohne Sorgen! Ein Tag in dem die Kinder, gemeinsam mit anderen, etwas erleben! Etwas Farbe in einen nicht immer bunten Alltag bringen, das war unser Ziel!

Kanutour auf der Lohne/Dümmer das war der Plan.

In Zeiten leerer öffentlicher Kassen sind auch Helfer auf Hilfe angewiesen, wir freuen uns sehr das wir mit der Dachdecker Innung Gütersloh einen Partner gefunden haben der uns bei unseren Zielen unterstützt. Dies nicht „nur“ durch eine großzügige Spende von 2000 Euro, sondern auch durch aktive Hilfe! Diese aktive Hilfe ist besonders wertvoll, „nur“ die 2000 Euro hätten die Aktion nicht möglich gemacht!
Die MacherNeben Geld braucht es für solche Aktionen auch immer Menschen die bereit sind einen Teil ihrer Freizeit zu schenken. Es freut uns sehr das sich spontan 4 Dachdeckermeister gefunden haben das Paddel in die Hand zunehmen und im wahrsten Wortsinn für Antrieb zusorgen!

Gütersloh – Dümmer bedeutet erst mal 1,5 Stunden Busfahrt. Ausreichend Zeit die mitgebrachten Süßkramvorräte zu reduzieren, aber auch Äpfel und Bananen waren ausreichend an Bord.
Süsskramnoch mehr Süsskram...die komplette Mannschaft
Vor dem Spaß stand die Einweisung, etwas Theorie muss sein. Die Mitarbeiter des Kinderschutzbund hatten sich im Vorfeld viel Mühe mit der Planung gegeben, um die Teilnehmer passend auf die Boote zu verteilen. Optimal wären 2 Kids in der Mitte, hinten ein Steuermann (wichtigster Posten im Boot) und vorne ein kräftiger Kanut zum Tempo machen, hier waren die Handwerker gefragt.
Groß wie ein Flugzeugträger...Jörg und die Mädchen-Banderotes Kanu voraus...
Ich hatte natürlich das „Glück“ ein Boot mit 3 Mädels zu ziehen! Super, 3 Mädels in einem Boot ... Sack Flöhe hüten könnte einfacher sein! „Wir wollen aber ein rotes Boot, wir sind Mädchen“ .... tja .... jetzt mussten die Mädels ganz tapfer sein: Unser Boot war grün!

Die ersten Meter sind erfahrungsgemäß von kreativer Streckenwahl, Uferberührung rechts und links, sowie der Erfahrung geprägt, das sich ein Kanu ohne Kiel bei ungünstiger Gewichtsverteilung recht instabil verhält! Drei Mädels auf einer Seite ist so eine ungünstige Gewichtsverteilung, ich hatte ganz vergessen wie Mädels kreischen können, wenn auch nur der geringste Verdacht des möglichen Kenterns aufkommt.
Vollgas voraus...Das nächste Mal habe ich mit Sicherheit Ohrenstöpsel dabei.

Nach der Hälfte der Strecke stand Grillen auf dem Programm. Ein toller Rastplatz mit Grill, Tischen und Sitzplätzen, sowie Platz zum Spielen liegt direkt am Fluss.

Die Dachdecker Innung Gütersloh konnte Ihren Wunsch die gesamte Tour zu sponsern „leider“ nicht umsetzen.  Beim Grillgut war die Fleischerei Hornberg nicht gewillt eine Rechnung auszustellen, wir hatten eine Vereinbarung auf dem Gütersloher „Marktplatz für gute Geschäfte“ getroffen. Würstchen, Nackensteaks und Geflügel für 50 Personen gegen einen Einsatz unserer Balloontwister!
Yes...WackelpeterHmmmh, war das leckerDas war der Deal, Rechnung gibt’s nicht! An dieser Stelle noch mal DANKE für die Verpflegung, absolut lecker! Die Kids haben reingehauen wie Handwerker bei der Mittagspause, trotzdem war für alle ausreichend Nachschub da! Zum Nachtisch gab es Wackelpeter in Rot und Grün mit Sahne! Der pure Luxus am Fluss. „Pappsatt“ umschreibt den erreichten Zustand recht treffend.

Noch mal 5KM paddeln und das Ziel ist erreicht. Die Lohne wird enger, alte Weiden hängen über den kleinen Fluss und man fühlt sich ein wenig wie Indiana Jones. Meine drei Mädels haben mittlerweile ihren Rhythmus gefunden und machen ihre Sache wirklich gut. Noch bevor wir unser Ziel, mitten in Diepholz erreichen, kommt die Frage: „Wann machen wir das noch mal?“ Es freut mich wirklich das es den Mädels gefällt, das Paddeln ist schon ein wenig anstrengend, aber meine drei Mädchen sind engagiert bei der Sache. Später wird eine der jungen Dame ihrer Mutter stolz berichten das ich sie gelobt habe. Es macht mich schon ein wenig nachdenklich das dieses kleine Lob das Mädel so gefreut hat!
EntdeckungstourIm Urwald?ein Douglas Adams Fan?
Am Ziel müssen erst mal die Kanus geputzt werden, eine Aufgabe auf die man durchaus hinweisen muss, die Kids würden viel lieber sofort die Eisdiele entern. Zumal auf den letzten Flussmetern das Thema Eisdiele sehr präsent war. „Wie viele Kugel dürfen wir?“ – Soviel wie du magst! – „Darf ich auch ein Spaghetti-Eis“ – Du darfst bestellen was du willst! – „Boah geil“ ..... Ich glaube wir haben die gesamte Karte ob der möglichen Bestellungen durchgesprochen.

Nachdem die Aufgabe - Kanu putzen - erledigt war, war die Eisdiele fällig. Der Überfall der Hunnenhorden unter Attila auf das Weströmische Reich dürfte an Taktik und Konsequenz Vorbild gewesen sein! Wir haben ehrlich versucht die Eisdiele zu plündern, auch der geballte Einsatz aller Kräfte musste an dieser Aufgabe scheitern ... aber wir haben es versucht! Ehrlich, ich schwör!

Der Sieckendiek-Reisebus wartete fast vor der Tür, bereit uns nach Hause zubringen! Im Bus wurden die letzten Reste an Süßkram erfolgreich vernichtet und ausgiebig über den eindrucksvollen Tag diskutiert. Die Frage nach der Wiederholung ist mehr als nur einmal gefallen.

Fazit: Ein überaus gelungener Tag, bei dem das Wetter entgegen aller Befürchtungen mitgespielt hat und niemand unfreiwillig baden gegangen ist!
 
Danke an die Dachdecker Innung Gütersloh für die großzügige Spende von 2000 Euro, Die Fleischerei Hornberg für das leckere Grillgut, einem diskreten Spender der einen Teil der Erfrischungsgetränke übernommen hat,
die zufriedene Dachdecker-Crewdem Kinderschutzbund Gütersloh für das Vertrauen und einen Grossteil der Vorbereitung, sowie den Dachdeckermeistern Hans-Peter Benteler/Rietberg, Patrick Blomberg/Rietberg, Stefan Hinnemann/Gütersloh und Andre Volland-Thurn/Gütersloh für die geschenkte Freizeit!

Andre Buschmaas darf nicht unerwähnt bleiben, zwar kein Dachdeckermeister, noch nicht mal Handwerker ;-) aber trotzdem ein echter Gewinn, der seine Freizeit ebenfalls gespendet hat! Last but not least, ein Danke an Rene Unger der die Tour photographisch begleitet hat. Hoffentlich hab ich niemanden vergessen!

Jörg im Juni 2012

Links:
Kinderschutzbund Gütersloh
Kreishandwerkerschaft Gütersloh
Fleischerei Hornberg
Gütersloher „Marktplatz für gute Geschäfte“
Fotografie Rene Unger