ToyRun4Kids - Ein Kletterturm für Kindertagesstätte Am Koppelberg in Roggentin
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Samstagmorgen, 8 Uhr 30 - strahlend blau spannt sich der Himmel über der Mecklenburgischen Seenplatte. Heute wollen wir, dass sind neben mir (Felix)Klaudia, Maria, Ingo, Martin, Michael B.und Michael D. unser Versprechen einlösen und in der Kindertagesstätte "Am Koppelberg" in Roggentin beim Aufbau des neuen Kletterturmes helfen. Dieser Turm ist zur Hälfte (2.500 Euro) aus Spendenmitteln des ToyRun4Kids mitfinanziert worden. Frisch gestärkt vom guten Frühstück in der Pension Fischerhaus, die uns dankenswerterweise zu Sonderkonditionen untergebracht hat, schwingen wir uns, zum Teil bereits in Arbeitskleidung, auf unsere Motorräder und machen uns auf den Weg zum 7 km entfernten Roggentin. Dort werden wir bereits erwartet und nach kurzer Begrüßung und allgemeinem "Hallo" inspizieren wir zunächst die Baustelle. Das Erdreich ist bereits im Vorfeld ausgehoben worden und die 6 Löcher für die Pfosten des Kletterturms sind auch schon gegraben worden. Nun soll es also losgehen - eine gewisse Ratlosigkeit macht sich breit, als wir alle Teile zusammengetragen haben. Wie soll das fertige Bauwerk denn einmal aussehen? Also her mit der Bauzeichnung, glücklicherweise ist auch ein Bild des fertigen Kletterturms dabei, so dass wir nun eine Vorstellung haben, was wir da eigentlich zusammenbauen sollen. Gemeinsam mit den ortsansässigen Helfern, bestehend aus Vätern und Müttern der künftigen Nutzer und einigen Ehemännern der Betreuerinnen kommen wir zu dem Schluß, dass wir wohl zunächst das sechseckige Grundgestell aufbauen müssen. So nach und nach finden sich kleine Arbeitgruppen aus Ost und West zusammen, die sich neben dem Zusammenbau des Grundgerüstes auch schon um die Vorbereitung der Anbauspielgeräte wie z. B. Kletterstange, Netzleiter, Kletterseil und Schaukelgerüst kümmern. Zwischenzeitlich ist unser "Gastarbeiter" Frank mit Sohnemann Joshua auch angekommen und beide machen sich mit an die Arbeit.
Es kommt wie es kommen musste, die verschiedenen Arbeitgruppen greifen konkurrierend auf den Bestand an mitgelieferten Schrauben und Muttern zu, so dass schon bald ein gewisses Chaos bei der richtigen Auswahl auftritt. Das hat zur Folge, dass bereits verbaute Schrauben wieder ausgebaut und gegen andere ebenfalls schon an anderer Stelle eingedrehte Schrauben getauscht werden müssen. Auf den meisten Baustellen gibt es ja bekanntlich oft zu viele Häuptlinge und zu wenige Indianer, die die Arbeit verrichten. Hier ist es umgekehrt, es gibt gar keinen Häuptling, sondern nur Indianer! Unter anhaltendem "Moppern" erbarmt sich Martin - und wer Martin kennt, weiß was "Moppern" ist - und kümmert sich nach Studium der sehr dürftigen Bauanleitung fortan um die Ausgabe dieser begehrten Teile.
Das Aufstellen des Kletterturms mit seinen 4m langen Pfosten und dem im oberen Bereich eingezogenen Boden erweist sich als eine recht kippelige Angelegenheit, die viele helfende Hände braucht, um die noch fehlende Stabilität zu gewährleisten. Aber auch das ist bald geschafft und die Pfosten werden auf die in der Zwischenzeit in den Löchern vorbereiteten Betonpolster gesetzt. Nachdem alles ausgerichtet ist, werden nun die Löcher komplett mit Beton verfüllt und die Konstruktion gewinnt nach dem Aufbringen des Daches die nötige Stabilität. Pünktlich zur Mittagszeit ziehen angenehme Düfte gegrillter Würstchen über das Gelände. Fast unbemerkt haben sich die Betreuerinnen daran gemacht, das Mittagessen vorzubereiten. Zu den leckeren Bratwürsten gibt es verschiedene hausgemachte Salate und kühle Getränke.
Frisch gestärkt beginnen wir nun mit dem Aufbau der diversen Anbaugeräte. Dies geht uns jetzt recht gut von der Hand. Es ist zu merken, dass man sich inzwischen ausreichend "beschnuppert" und "zusammengerauft" hat.
Kurz nach der Kaffeepause mit selbstgebackenen Kuchen, kommen unerwarteterweise doch noch Erdarbeiten auf uns zu. Beim Aufbau des seitlich am Kletterturm anzubringenden Schaukelgerüsts stellen wir fest, dass wir noch weiteres Erdreich abtragen müssen, da wir sonst unter der Schaukel keinen Sand zum Schutz vor Verletzungen der Kinder einbringen können. Aber auch das ist bald erledigt und nun können wir zum Endspurt ansetzen. Es müssen noch ca. 6 cbm Sand in den Aufstellplatz eingebracht werden. Mithilfe einiger Schubkarren und einer ausreichenden Anzahl von Helfern und Schaufeln nimmt auch der Sandhaufen bald ab und gegen 17 Uhr ist es geschafft - der Kletterturm steht und das Umfeld ist auch wieder hergerichtet! Und dass nebenbei auch noch diverse Gartenhäuser sowie verschiedene Kleinreparaturen von uns durchgeführt werden konnten, soll auch nicht unerwähnt bleiben.
Es hat uns allen viel Spaß gemacht, und wie es früher zu "Friedenszeiten" (das war die Zeit als es die "DDR" noch gab) üblich war, hat man unserer Truppe zum Abschied auch gleich noch einen passenden Namen verpaßt: "Patenbrigade 18. April". Das sei einfacher und besser verständlich als "Die Motorradfahrer vom ToyRun4Kids".
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