Kinderhospize
Millionen
von Menschen hat Antoine de Saint-Exupéry mit „Der
Kleine Prinz“, seiner Geschichte über Freundschaft und
über den Tod tief berührt. Er hat ein Tabuthema auf eine
wundervolle Weise in Worte gefaßt. Worte, die nur annähernd
die Gefühle deutlich machen können, die sich in unseren
Herzen abspielen, wenn wir mit diesem Thema konfrontiert werden.
Der Tod steht unausweichlich am Ende eines jeden Lebensweges und
führt uns hinüber in eine andere Welt. Diesen Weg muss
jedoch jeder von uns alleine gehen.
Jedoch nicht nur alte Menschen beschreiten diesen Weg. Alte Menschen,
die auf ein erfülltes und langes Leben zurückblicken können,
das sie im Kreise von Menschen verbracht haben, die ihnen nahe waren
oder sie zumindest ein Stück auf ihrem Lebensweg begleitet
haben. Ein Leben: gelebt mit allen seinen Höhen und seinenTiefen.
Jährlich sterben in Deutschland bis zu 4.000 Kinder an tödlichen
Krankheiten. Kinder, deren Leben zum Teil erst begonnen hat und
doch zu kurz war, um sie die Welt erobern zu lassen...
Unbeschreiblich ist das Gefühl, wenn es für das eigene
Kind keine Zukunft mehr gibt. Die Welt steht still, man verliert
den Boden unter den Füßen und hat das Gefühl, dass
es einem das Herz zerreißt.
Viele Familien kämpfen mit diesem Schicksal, von dem alle
still hoffen, dass es ihre Familie und ihre eigenen Kinder niemals
ereilen wird.
Hilfe in dieser ausweglosen Situation bieten die Kinderhospize. Sie sind eine Anlaufstelle für Eltern, die von diesem schweren Schicksal betroffen sind und bieten ihren erkrankten Kindern die Möglichkeit, in Frieden und Würde zu sterben.
Das erste Kinderhospiz „Helen House“ wurde 1982 in
England gegründet. 16 Jahre später, 1998 wurde das Haus
„Balthasar“, als erstes deutsches Kinderhospiz in Olpe/
Westfalen eröffnet.
Ziel der Kinderhospize ist es, den Kindern ein zweites Zuhause
zu geben. In den Krankenhäusern gelten die Kinder, für
die es keine medizinische Hilfe mehr gibt als „austherapiert“.
Doch haben viele von ihnen noch einen schweren Weg vor sich.
Die Eltern finden hier Unterstützung bei der Pflege ihres
Kindes. Es liegt in ihrer Entscheidung, in welchem Maße sie
sich aktiv an der Pflege beteiligen möchten und wieviel in
ihrer Kraft liegt.
Die Möglichkeit der Vollpflege in einem Hospiz bedeutet für
die Eltern eine große Entlastung. Sie bietet ihnen Zeit und
Raum, sich zurückzuziehen, um neue Kraft zu schöpfen.
Die Betreuung des Kindes wird in dieser Zeit von engagierten Pflegekräften
übernommen, welche speziell in den Bereichen Kinder- und Krankenpflege,
Sozialpädagogik und Pädagogik ausgebildet sind.
Das seelische und körperliche Wohlergehen des Kindes steht
in der verbleibenden Lebenszeit im Vordergrund. So gehören
u. a. Massagen, Entspannungstechniken aber auch individuell auf
das Krankheitsbild zugeschnittene Schmerztherapien zu der Betreuung
des betroffenen Kindes.
Während des Aufenthaltes im Hospiz wird der Familie die Möglichkeit geboten, bei ihrem Kind zu wohnen. Auf diese Weise kann ein Austausch mit anderen Betroffenen stattfinden und die Eltern bekommen die Gewißheit, mit ihrem Schicksal nicht alleine zu sein.
Wir möchten diesen kleinen Menschen die Hand reichen.
Darum hat es sich der ToyRun4Kids e. V. zum Ziel gesetzt, ein kleines Sternenfunkeln in Kinderaugen zu zaubern, bevor sie sich für immer schließen...

